Evita

Evita, als man sie im September 2011 fand war sie geschätzt 9 Monate und krank.

Evita © C. Monecke

 

 

 

 

 

 

 

Evita ist eine Fundhündin. Sie hat beidseitige mittlere bis schwere HD und ist inkontinent aufgrund einer angeborenen Fehlfunktion, die medizinisch abgeklärt und behandelt werden muss.

Mit der HD (Hüftgelenksdysplasie) kann ein Hund eingeschränkt leben und dies ist auch mit verschiedenen Methoden behandelbar, auch wäre sie mit dieser Einschränkung noch vermittelbar. Doch die Inkontinenz macht eine Vermittlung schwer, fast aussichtslos. Es stehen diverse Untersuchungen an (Ultraschall, Röntgen mit Kontrastmittel etc. plus evt. OP), die vom Tierheim allein nicht bezahlt werden können. Auch mit unserer Unterstützung fehlt noch ein großer Geldbetrag.

Wir vermuten, dass Evita ausgesetzt wurde, weil die Vorbesitzer die anstehenden Tierarztkosten nicht aufbringen konnten. Evita lebt jetzt in einem Tierheim in der Nähe von Frankfurt.

Claudia M., eine Userin des ReNet hat sich bereit erklärt Evita in Pflege zu nehmen.
Sie wird, Dank ihrer Kontakte zu verschiedenen TÄ und der TK Hofheim, Evita bis zur Vermittlung begleiten. Dafür können und müssen wir sehr, sehr dankbar sein.


04.09.2011 Update

Wieder einmal hat uns und die User der Retriever-Pfotenfreunde das Schicksal einer Hündin ganz besonders berührt und ich durfte erneut einen Aufruf zur Hilfe und Unterstützung auf den Weg bringen.

An Zuwendungen durch UserInnen der Retriever-Pfotenfreunde kamen 660,00 € und durch UserInnen des Retriever-Netzwerk 838,90 €, also

insgesamt 1.498,90 € für Evita  zusammen.

Diese Hilfsbereitschaft war einfach überwältigend und man kann nicht genug allen unseren Dank aussprechen.
Auszüge über den Fortschritt von Evita in den nachfolgenden Updates.

 


24.09.2011 – Update

Ihr Lieben,

nach einem langen gestrigen Tag will ich Euch heute den Stand der Dinge durchgeben.
Die Diagnose für Evita ist leider nicht berauschend.

Nach einer problemlosen Übergabe vom Tierheim waren wir gegen 11.00 Uhr in der Tierklinik und haben sie gegen 14.30 Uhr erst wieder verlassen.

Evita wurde gründlich untersucht und die Ergebnisse sind in meinen Augen schlechter als gehofft. Sie leidet unter beidseitigem ‘ektopischen Ureter’ was bedeutet, dass kein Harnleiter in die Harnblase führt. Der Urin wird sozusagen direkt an den Ausgang abgegeben, was zur Folge hat, dass sich hinter der Blase ein ‘Tasche’ gebildet hat, die den Rücklauf oder den Rest des nicht rausgelaufenen Urins immer wieder auffängt. Nicht gut, da dies ein hohes Infektionsrisiko hat. Es bestehen bereits Anzeichen für eine drohende dauerhafte Infektion, die die Blase sowie dann auch die Nieren angreifen wird. Ganz abgesehen davon, dass die Scheide und das gesamt Hautbild am Ausgang sich bereits verändert haben, durch den ständigen Kontakt mit Urin und dem ätzenden Amoniak.

Es wurden Röntgenbilder mit Kontrastmittel (für die Blase) gemacht, Röntgenbilder wegen der HD, ein Ultraschall und eine Spiegelung des Unterleibs. Mehr Aufnahmen etc. sind kaum möglich um das Krankheitsbild abzuklären. Eine HD besteht, wenn diese auch im Moment nicht das großte Problem ist. Rechts leicht bis mittel, linke etwas schlechter. Ihr Gangbild ist noch nicht besonders auffällig, sie ist ja noch jung. Die HD könnte zu einem späteren Zeitpunkt angegangen und behandelt werden.

Evita hat sich so tapfer geschlagen! Sie war ein super braves Mädchen und hat sich nach einem halben Liter Kochsalzlösung (nach der Narkose) auch wieder ganz fit in Richtung Auto begeben. Da wurde mir richtig klar, dass sie definitiv nichts in sich halten kann, die Kochsalzlösung lief einige Minuten später einfach wieder aus ihr raus.

Es macht einen sehr traurig, diesen so fröhlichen und lieben Hund so zu sehen. Sie kennt ihre Situation ja nicht anders, was nicht heißen soll, dass sie nicht darunter leidet.

Laut TÄ ist eine OP möglich, wenn es auch ein großer, schwerer Eingriff sein wird. Evita ist jung und hat in meinen Augen diese Chance verdient. Der Operateur ist noch im Urlaub, wird aber alle Aufnahmen Anfang nächster Woche sichten und dann können wir einen ca. Preis für die anstehend OP erwarten.

Nach Rücksprache mit dem Tierheim und einer sehr dankbaren TH Leiterin, die nochmals ihren Dank an alle Spender und Helfer ausrichten läßt, wollen wir gemeinsam versuchen, noch einige Beträge für Evita zu sammeln. Nächste Woche stellt das TH in einem separaten Flyer (der in der Region verteilt wird) Evita als ‘Tier des Monats’ vor und bittet um Spenden.

Ich bin mir sicher, dass durch das Mobilisieren aller Kräfte der OP-Betrag, der sicherlich kein Pappenstil sein wird, zusammen kommen sollte. Nächste Woche wissen wir dann voraussichlich die genauen Daten und könnten auch einen Termin ins Auge fassen.

Ich kann nicht oft genug DANKE sagen, dass wir schon bis hier her gekommen sind und wünsche mir von Herzen, dass auch der Eingriff möglich werden kann.

Über die Risiken einer OP muss ich sicher nicht reden, die bestehen nun leider immer. Fest steht aber auch, dass Evita in ihrem jetzigen Zustand auf eine schmerzhafte Zeit zusteuert.
Ich bin einfach mal guter Dinge, dass wir das für Evita schaffen werden!


07.10.2011 Update

Ein riesen Dankeschön an alle Tierfreunde, die soviel Anteil an Evita‘s Geschichte genommen haben. Die Untersuchung und eine Diagnose für Evita war durch Spenden möglich geworden.
Vielen DANK dafür!!!

Heute haben wir die Aussage des operierenden TA bekommen und nach Sichtung aller Daten und Bilder der Untersuchung, sieht er einer OP sehr positiv entgegen.

Die endgültige Höhe der OP Kosten wird sich nach dem stationären Aufenthalt von Evita in der Klinik richten. Da es sich um einen großen Eingriff mit entsprechendem Infektionsrisiko handelt, ist das nötig. Sicher ist, dass Evita mindestens 3 Tage nach der OP dort bleiben muss, um kontrollieren zu können, wie Blase und Harnleiter arbeiten.

Irgendwie fällt mir ein Stein vom Herzen, denn die OP ist machbar und hey, irgendwie wird die Summe auch machbar sein.

DANKE – und das kann ich nicht oft genug sagen – dass sich so viele an dem Schicksal von Evita in Form von Spenden beteiligt haben und ich bin mir sicher, dass wir ‘den Rest’ auch noch irgendwie stemmen werden.

Sich zu freuen ist eventuell zu früh und trotzdem bin ich darüber sehr glücklich, dass wir mit vereinten Kräften diesem Hund die Chance auf ein normales Leben geben können.

Merci  im Namen von Evita!


20.10.2011 Update

Nun ist es noch eine Woche bis zur OP von EVITA, deshalb nochmals einen Zwischenbericht zum Spendenstand.

Für die Voruntersuchung wurden aus Spenden bisher € 275,00 mit der TK abgerechnet.

Für die OP stehen z.Z. € 1.468,90 aus Spenden der Pfotenfreunde und des Retriever-Netzwerk zur Verfügung.

€ 630,00 wurden in diesem Forum gesammelt, auch wenn ich mich wiederhole, dafür ein ganz liches DANKESCHÖN.
Aus Spenden des ReNet stehen weitere € 838,90 zus. zur Verfügung.
Darüber können wir alle gemeinsam sehr stolz sein.

Eine sehr großzügige Spende ging beim TH von einer Dame ein, es sind € 500,00, die sie für die Maus zur Verfügung stellt.

Ganz besonders freuen wir uns, dass “unsere Claudi” die Pflege von Evita übernimmt, d.h., sie kommt aus der
TK zu Claudi und wird dort versorgt. Eine Bekannte, sie ist Fachkraft in einer TA-Praxis, wird sie dabei unterstützen.
Wenn sich alles weiter so gut entwickelt kann Evita dort bis zur Vermittlung bleiben.

Dass wir diesen Schritt, auch mit Unterstützung des Teams der Pfotenfreunde, gegangen sind macht uns glücklich und dafür sind wir sehr dankbar.


28.10.2011 Update

Ein langer Tag geht zu Ende und ich bin froh, Euch gute Nachrichten überbringen zu dürfen
.
Evita hat die OP überstanden und es geht ihr den Umständen entsprechend gut!!! 

Der O-Ton von Herrn Dr. “Ich bin mit der Operation zufrieden und Evita war durchgehend stabil und hat soweit alles gut überstanden!”

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, welcher Stein mir vom Herzen fiel. Der Eingriff hat 3,5 Stunden gedauert, Evita hat rund 4 Stunden in Vollnarkose verbracht. Das war echt heftig und damit hatte ich auch nicht gerechnet. Der TA auch nicht, er hatte sich auf ca. 2 Stunden eingestellt aber es kam halt anders.

Ich entschuldige mich jetzt schon mal für meine laienhafte Wiedergabe all dieser Fachausdrücke, aber ich will versuchen, Euch den Ablauf wiederzugeben.

Nach der Ankunft in der Tierklinik und dem Ausfüllen einiger Formulare und der Klarstellung wem der Hund gehört, wer was bezahlt und wer die Maus wieder holt etc. etc. kamen wir um 12.45 dran. Der Arzt hat sich Zeit genommen und viel erklärt. Er hat Evita kurz untersucht und dann in Narkose gelegt. Bis zur OP-Schleuse dürfte ich mit, dann kommt der Keimfreie-Bereich und da mußte ich die Maus dann sich selbst überlasse bzw. in die Hände von TA und Astrid entlassen.

Die Harnleiter (Ureter) lagen nicht richtig, die Verwachsungen an verschiedenen Stellen mit der Blasenwand mussten gelöst werden. Die Blase hatte keinen vorgesehenen Eingänge für die Harnleiter. Das Ablösen der Harnleiter hinter der Blase am Ausgang und das Umlenken der Harnleiter war aufwändig.

Bei diesem Eingriff muss die Blase “unten” perforiert werden, was das Verschließen und dicht bekommen schwieriger macht. Bei anderen OP kann der Eingriff “oben” an der Blase gemacht werden, das hat bessere Heilungschancen.
Bei Evita‘s Eingriff ist die Naht nun ständig im Urin und deshalb muss ein besonderer Augenmerk auf die Heilung dort gelegt werden. Anders war es nicht machbar.

Es gibt wahrscheinlich noch hundert kleine Info’s die ich bekommen habe, aber im Moment kriege ich nicht mehr hin .
Ich denke, dies hier gibt Euch eine Idee über den Ablauf. Evita hat diese sehr schwere und lange OP überstanden und das war das heutige Ziel!!!

Um 16.45 kam Astrid aus dem OP und wir sind kurz nach fünf dann Richtung Heimat. Ein Besuch meinerseits ist auf der Intensiv-Station nicht möglich. Die TK hat all meine Telefonnummern und rufen an, wenn sich am Zustand was ändert. Dr. D hat gesagt, er ruft durch, wenn Evita wieder wach ist…….und vor einer Stunde rief er auch schon an .

Evita ist wach und sitzt und guckt mich an”  …das waren seine Worte!!!

Ich werde täglich über ihren Zustand telefonisch informiert und werde Euch ständig die Neuigkeiten durchgeben. Evita bleibt mit Sicherheit bis Montag in der Klinik, die ersten 3 Tage sind die kritischen. Dann wird am Montag ein neues Ultraschall gemacht und entschieden, ob Evita entlassen werden kann oder nicht.

Leute, Leute…..war das ein aufregender Tag und ich danke Euch allen für die viele  und , denn sie haben Evitageholfen. Jetzt müssen wir uns die nächsten 3 Tage in Geduld fassen und hoffen, das es täglich besser und stabiler wird.

Evita war so entspannt und lieb, ich war echt gerührt. Ihre Herz- und Pulsfrequenz war nicht dramatisch erhöht, sie hat alles total gut über sich ergehen lassen. Sie saß freudestrahlend im Wartebereich und hat jeden wedelnd begrüßt.

Sie ist so ein toller Hund…..


31.10.2011 Update

Willkommen im neuen Leben, Evita

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Ihr Lieben,

Evita ist heute entlassen worden. Ich bekam den Anruf gegen Mittag, dass es Ihr sehr gut geht und sie bedenkenlos entlassen werden kann.
Okidoki, also habe ich die Pferde gesattelt und bin losgeritten…..
Ok, habe das Auto genommen und bin losgedüst. Nachdem ich dann doch noch eine Weile warten mußte – Notfälle gehen halt doch vor – konnte ich Evita sehen. Ach, da geht einem doch das Herz auf, wenn man sieht wie sie sich freut…..

Sie ist wirklich fit, nur den Bauch sieht schlimm aus. Schlimm, im Sinn von Blutergüssen in allen Farben und Schwellungen. Völlig normal nach diesem Eingriff, wie Frau Dr. mir bestätigte.
Ich habe viele Medi’s und Salbe mitbekommen, es wird Ihr helfen.

Sie tröpfelt immer noch, aber laut TA’s weniger als die ersten 3 Tage. Ich habe heute im Schlecker die großartige Alternative der “Höschen-Windeln” gekauft und das klappt super. Hose an, Pippi rein, keine Pfütze und nasses Fell! Super! Alle Stunde gehen wir – ohne Windel – in den Garten zum Pippi machen und das klappt auch prima. Ihr großes Geschäft hat sie auf einer kleinen Gassirunde auch erledigt, also soweit stubenrein .

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Jetzt liegt sie und schläft. Es hat eine Weile gedauert, bis sie durch die Haustür gehen wollte/konnte. Ich denke nicht, dass sie viel Erfahrung im “Indoor-Leben” hat.
Was soll’s, hier hat sie die Zeit alles zu lernen.

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Heidi macht Ihren Job klasse. Sie hat Evita beschnuppert, läßt sie sonst in Ruhe und schaut neugierig in ihre Richtung. Ich denke, das funktioniert.

Ich werde Euch morgen wieder berichten, für heute soll es das gewesen sein.

Ich bin so froh, dass sie nun hier ist. Das sie Klinik und Tierheim jetzt Vergangenheit nennen darf! 

Im November, also ab morgen, ist sie ungefähr ein Jahr alt…..na, dann sage ich mal HAPPY BIRTHDAY!!!


28.11.2011 Update

Eine wunderbare Familie hat sich gestern entschieden, dass “unsere gemeinsame” PippiLotta am 12. Dezember
aus der Pflegefamilie umzieht in ihr neues Zuhause.

Evitas neues Frauchen ist angehende TÄ und vom ersten Tag an in die Maus verliebt. Ein doppelter Glücksfall für Evita.

 


17.12.2011 Update

Soooooooo………gute Neuigkeiten kommen schneller als gedacht!!!

Also, Ihr Lieben, Caro hat gerade angerufen und mitgeteilt, dass die Frau Dr. sehr zufrieden mit dem Ultraschall bei Evitagewesen ist!!! Soll heißen, die blöden Verdickungen an zwei Stellen (Entzündungen) haben sich in Luft aufgelöst und die Blase sieht klasse aus!

Das ist der Grund, warum sich die TA heute gegen eine erneute Urinabnahme entschieden hat. Sie meinte, der Verlauf von vor 14 Tagen bis heute wäre so gut, dass sie nicht wieder mit einer Nadel in die Blase stechen möchte (hat ja auch immer ein erneutes Infektionsrisiko mit sich), sondern dass Caro noch mal für eine Woche das AB weiter geben soll und dann 4 Tage ohne Antibiotikum – dann erst möchte sie eine neue Kultur anlegen. Das wäre dann mal eine Entnahme ohne dem Einfluss von Medi’s und das wäre dann doch aussagekräftiger. Wenn wirklich noch eine Keimbelastung sein sollte, dann müssen sie dagegen sowieso vorgehen. Aber aus heutiger Sicht, wollen sie es erstmal so machen.

Ach Leute, dass ist ja so schön, dass sich das Organ erholt und der Maus heute ‘die Nadel’ erspart geblieben ist. Die AB soll sie nochmal eine Woche weiter nehmen, damit man nicht zu früh damit aufhört. Vielleicht hat Evita es ja dann auch endgültig geschafft und es heißt dann Keime adé…..

Es wurde ein neuer Termin zwischen Weihnachten und Neujahr festgemacht und bis dahin darf PippiLotta erstmal weiter so machen. Die Cranberry-Dosis hat Caro jetzt leicht erhöht, ich hatte die erste Woche eine “Gewöhn-Dosis” gegeben, die TA meinte, dass problemlos etwas mehr gegeben werden darf.

Also Ihr hört – es geht alles weiterhin in die richtige Richtung!!!

 


Evita hat eine wunderbare,  verständnisvolle und fachkundige Familie gefunden.
Dank der Hilfe und Unterstützung vieler Tierfreunde kann sie seit vielen Jahren ein glückliches Hundeleben führen.

 

Anm.:  Leider sind fast alle Fotos, die mit image Shacke.us hochgeladen wurden nicht mehr abrufbar.