Verantwortungsvolle Hundezucht oder Vermehrung?

„Tierzucht, …, die planmäßige durchgeführte Paarung von Tieren, die einem bestimmten Zuchtziel (z.B. Körperbau, Leistung, Gesundheit u.a. ) entsprechen, in der Erwartung, dass die gewünschten Eigenschaften u. Merkmale sich in den Nachkommen vererben.“

aus: Bertelsmann neues Lexikon, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh 1995

Sie träumen von einem neuen Familienmitglied?

Eines sollte man sich vor der Anschaffung eines (Rasse)Hundes mE ins Bewusstsein rufen: alle unsere Hunderassen sind entstanden aus teils jahrhunderte langem Selektieren aufgrund von Zuchtzielen in Bezug auf ihre ‚Verwendung’. Die Ergebnisse der heutigen Rassemerkmale sind nicht zufällig entstanden.
Alles – diverse Qualzuchten mal ausgenommen -, vom Körperbau, der Fellbeschaffenheit, bis hin zu Anlagen und Wesen, steht in einem Zusammenhang in Bezug auf die (ursprünglichen) Aufgaben des Hundes. Die Mischung macht’s eben, lässt unser Herz für eine bestimmte Rasse schlagen.

Denkt so der uninformierten Welpenkäufer?
Rassehund=Inzucht=krank, dann lieber eine liebevolle Hobbyzucht!!!

Leider die falsche Denke, aber wer sagt es diesen Menschen anschließend? Das sehe ich als großes Problem von solchen Sendungen, da können sie noch so hochkarätig besetzt sein.

Mal sind die Golden Retriever golden, mal findet man die weißen Golden, einige Zeit später sind sie dann rot. Mal ist das Fell krauser, mal glatt wie beim Setter.

Warum lässt man den Golden nicht wie er ist und nimmt die Farbvarianten so hin, wie die Natur sie bringt?

Warum? Weil die Nachfrage, der Welpenkäufer es so steuert.

Ich habe eine sehr informative Seite gefunden, zwar für Fachleute, aber für Laien, wie der interessierte Hundehalter, trotzdem sehr interessant und verständlich. Gefunden habe ich sie über den Malzhund.

Die 13 Sünden der modernen Hundezucht

von Prof. Dr. med.vet. Irene Sommerfeld-Stur

K. Müller

Die jeweiligen Zuchtverbände bieten umfangreiches Info-Material, nachzulesen unter den u.a. Links

6 x Retriever

Billigwelpen, Wühltischwelpen, Vermehrerwelpen haben einiges gemeinsam: Sie kommen in den meisten Fällen aus schlechter, oft katastrophaler Haltung und Herkunft. Sie wurden produziert von ‚Zucht’hunden, die unter den unwürdigsten Umständen über Jahre leben, eigentlich müsste es heißen „vegetieren“. Einziges Ziel der Produzenten bzw. Vermehrer ist es, Geld zu verdienen. Möglichst viel, auf Kosten der Tiere.

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